Heiteres Berufe raten

Die Chatbesucher sind alle sehr verschieden. Nicht nur vom Verhalten und von den Wünschen her, sondern auch was die Ehrlichkeit betrifft. Einige sind grundehrlich und geben ihre komplette Identität preis. Das finde ich schon sehr erstaunlich. Aber ich schweige wie ein Grab, Verschwiegenheit gehört für mich zum Job dazu.
Andere wiederum erzählen mir einen vom Pferd und denken, ich glaube ihnen alles. Oft muss ich schmunzeln, wie bei diesen beiden Beispielen hier:

Er: ich bin Bänker
Ich: Ah, du hast mit Geld zu tun.
Er: da staunst du, was?
Ich: ja da staun ich aber sehr! *Augen roll*

Oder:

Er: ich bin selbstständig.
Ich: Was machst du denn?
Er: so mit Autos mach ich
Ich: aha
Er: und hab 50 Leute
Ich: Mitarbeiter?
Er: Ich hab 150 Angestellte.
Ich: verstehe… *grübel*

Bänker und so mit Autos und so sind schon ganz schön verantwortungsvolle Jobs. :-)

Datum: Montag, 19. März 2007 22:57
Themengebiet: Meine Erlebnisse Trackback: Trackback-URL
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16 Kommentare

  1. 1

    Dann interessiert mich jetzt natürlich als richtiger Banker: Was hätte er denn jetzt Kluges antwoten sollen?

    Er meinte sicherlich nur “Da staunst du, was? [Das so konservative Berufsgruppen wie Banker im Netz auch nur DAS EINE suchen!]“

  2. 2

    hmm, ich führe ein erfolgreiches, kleines familienunternehmen, komm ich jetz im fernsehn? ;-)
    vielleicht gibt es im netz ja frauen/mädels, die sowas beeindruckt?! muss man halt ziemlich naiv sein, aber wer weiß??

  3. 3

    Aber Senderin, du bist doch auch nicht echt (für die Leute) Das gehört halt alles zu einer schönen Fantasie dazu :)

  4. 4

    @Bankblogger: Ich glaube, sie fand es etwas merkwürdig, dass jemand diesen Beruf mit “ä” schreibt *grisnt*

  5. 5

    @ Mirlith: Genau! Das kam mir komisch vor. Und sich dann noch damit zu brüskieren.
    @ Bankblogger: in den Chat gehen Vertreter sämtlicher Berufsgruppen, vom Fabrikarbeiter bis zum bekannten Politiker. :-)

  6. 6

    Ich finde es übrigens gar nicht so erstaunlich, wenn jemand seine komplette Identität im Chat preisgibt. Welches Interesse sollte eine Senderin haben, diese Infos gegen den Kunden zu verwenden? Und manche Leute sind eben von Grund auf ehrlich und sehen keinen Sinn darin, ihre Identität zu verschleiern oder ihren gesellschaftlichen Status durch Flunkereien aufzumotzen.

    Wohlgemerkt: Ich rede von den Kunden, nicht von den Senderinnen. Diese haben selbstverständlich einen guten Grund, nicht alles über sich preiszugeben. :-)

  7. 7

    Diese Jobangaben sind mindestens genauso toll wie “ich mach in Immobilien”… ;-)

  8. 8

    @little-wombat
    Werbung wirkt. ;-)
    War für einen Staubsauger oder?

    Ich würde das mit den beschönigten Berufen nicht so schlimm sehen, immerhin will sich der Besucher einer Illusion hingeben. Sei es jetzt nur direkt bei der Senderin zu sein oder mit ihr auf eine einsame Insel zu rudern. Wenn er sich durch die Angabe einer verantwortungsvollen Position besser fühlt – why not.

  9. 9

    Tjaja, ich war mal bei friendscout24 und da waren alle Chirurgen.
    Man scheint ganz schön viel Freizeit als Chirurg zu haben, denn die waren noch öfter und länger im Netz als ich in den Semesterferien.
    Ein Chirurg (sogar Chefarzt! ;-) ) hat mir dann auch erklärt, dass ein Blinddarm sich erst bei einer Entzündung entwickelt, vorher ist das einfach nur Darm. Ah ja

  10. 10

    @matt: von grund auf ehrlich? ich seh das eher als ziemlich naiv und fast schon dämlich an, im internet einfach so einem fremden seine identität preiszugeben. was man als senderin davon haben könnte? einfach spass, damit blödsinn anzustellen. ist ja wohl auch nicht so schwer es so zu machen, das es nicht auf einen selbst zurück fällt oder ?
    sowas nicht zu machen bekommt man doch auch von allen seiten immer wieder gepredigt. und in dem falls stimmt das auch mal.

  11. 11

    @ AnKa: Ärzteschwemme bei friendscout? Na sowas. Jedenfalls hab ich jetzt gelernt, dass ich noch gar keinen Blinddarm habe, wow.
    @ ebenfalls senderin: Also ich mach keinen Blödsinn damit und die anderen wohl auch nicht, aber trotzem ist ein bisschen Vorsicht nicht schlecht. Man muss ja nicht gleich alles von sich geben.

  12. 12

    Wieso sollte eine Senderin mit der Identität eines Kunden “Blödsinn anstellen”? Und was für Blödsinn sollte das sein? Telefonstreiche? Verwandte des Kunden über dessen sexuelle Vorlieben informieren? Ja sind wir denn im Kindergarten?

  13. 13

    @matt: es sind nicht alle so wie du und ich. wenn du dir nicht vorstellen kannst was andere leute mit deinen persönlichen daten machen könnten, dann ist es mir auch klar das du sie ohne nachzudenken rausgibst.

    @senderin: na ich auch nicht :-) aber ich weiß von kunden, das sei schon auf die nase gefallen sind diesbezüglich, daher sind sie vorsichtiger geworden….

  14. 14

    Ich denke, wir reden ein Stück weit aneinander vorbei. Mit dem Enthüllen der Identität meinte ich solche Dinge wie den realen Vornamen und den realen Beruf, also explizit nicht solche Dinge wie Adresse und Telefonnummer oder gar die Kreditkartennummer… ;-)

    Ich finde, man sollte sich vorher überlegen, was man über sich preisgeben will und kann. In diesen Dingen sollte man dann auch ehrlich sein. Und wenn der Gesprächspartner dann noch mehr wissen will, sollte man klar sagen, dass man nicht darauf antworten möchte, anstatt sich irgendwas auszudenken.

    Wohlgemerkt: Ich rede von normaler zwischenmenschlicher Kommunikation. In einer Art (erotischem) Rollenspiel kann das freilich ganz anders aussehen.

  15. 15

    nun DAS sind doch dann schon wieder ganz anders aus.
    kunden schreiben mir z.B. teils von ihrer firmenmailadresse, da steht dann der volle name, firma, sitz und die position des mitarbeiters drin. SOWAS sollte man tunlichst unterlasse :-)

    nur den vornamen zu nennen birgt keine gefahr finde ich (es sei denn man hat einen ausgesprochen ungewöhnlichen vornamen, so wie ich leider *argh* daher benutze ich im chat auch einen anderen namen).

  16. 16

    Warum hat Dir denn keiner was angeboten?

    Wolle Rose kaufen?

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